Basische Ernährung – erfolgreich umstellen

 In Basische Ernährung

Gerade am Anfang fällt es vielen schwer, sich auf die basische Ernährung einzulassen, schließlich läuft da doch so einiges anders als gewohnt.

Von heute auf morgen kein Kaffee und keine knusprigen Brötchen mit Käse und Schinken mehr zum Frühstück, keine Zwischenmahlzeiten außer Obst und das auch nur bis 14.00 Uhr, kein Fleisch, kein Fisch, keine Nudeln, kein Reis, nie mehr naschen? Glücklicherweise nicht!

Wir haben uns für Caralethics für eine basenüberschüssige, aber nicht säurefreie Ernährung entschieden, die sich grob nach der 80/20-Regel richtet. Da ist alles erlaubt – in Maßen.
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Ernährung umstellen: unsere Tricks

Dennoch ist es gerade am Anfang nicht leicht. Deshalb lautet unser ultimativer Einsteigertipp auch:

  • Langsam umstellen. So können sich sowohl Psyche als auch Körper (insbesondere die Verdauung) an die neue Ernährung gewöhnen.
  • Über einen Zeitraum von ein oder zwei Wochen (je nach vorheriger Ernährung vielleicht auch länger) erst einmal nach und nach immer mehr Basisches integrieren, ohne gleich alles Gewohnte weg zu lassen.
  • Anstelle also einen Löffel voll Gemüse zum Steak nimmt man eben zwei oder drei Löffel davon und vielleicht ein etwas kleineres Steak.
  • Brötchen zum Frühstück mit Marmelade und Schokocreme? Dann bitte einen Apfel anstelle des Frühstückeis dazu kombinieren.
  • Anstatt vier Tassen Kaffee vielleicht nur eine oder zwei.
  • Und anstelle zwei Stücken Sahnetorte wählt man nur eines oder probiert stattdessen vielleicht sogar den frischen Obstkuchen. Abends gibt es zum Ausgleich dafür dann eine leckere Gemüsesuppe statt Wurstbrot.

Das ist machbar ohne Gefühl von großer Entbehrung.

Hat man diese Phase gut überstanden, geht man den nächsten Schritt und ersetzt langsam weitere Mengen an säureerzeugenden Lebensmitteln durch basische. Ausrutscher können dabei toleriert werden, ohne dass man sich selbst verteufelt! Es geht schließlich nicht um eine Diät für 14 Tage, sondern um eine langfristige Ernährungsumstellung.

Man braucht allerdings Willenskraft. Wer sich immer nur damit herausredet, jetzt noch diese eine Tafel Schokolade zu essen und dafür dann später einen Apfel, betrügt sich nur selbst.
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Einstieg wie von Zauberhand

Das Tolle an diesem langsamen Umstieg ist, dass er oft irgendwann zum Selbstläufer wird. Ich habe das bei mir ganz deutlich festgestellt. Nach ein paar Tagen mit mehr Basen habe ich sehr schnell gemerkt, wie gut mir das tat – und von diesem Gefühl wollte ich mehr, also habe ich das Säure-Basen-Verhältnis zugunsten der Basen immer mehr gesteigert, bis ich da war, wo ich hin wollte. Auch von anderen habe ich dies schon öfter gehört. Das macht es natürlich leichter.

Erste-Hilfe-Tipps

Wer das bisher Gesagte berücksichtigt, hat es wahrscheinlich deutlich einfacher, in eine basische Ernährung einzusteigen.

Hier nun noch ein paar Notfalls-Tipps für alle Fälle:

✔︎ Immer etwas mehr kochen, ein oder zwei Portion davon einfrieren. Vorteil: Wenn man mal keine Lust oder Zeit zum Kochen hat, muss man alles nur schnell aufwärmen und kommt nicht in Versuchung, sich auf die Schnelle etwas Ungesundes oder Säurebetontes zu genehmigen, obwohl man dies eigentlich gar nicht wollte.

✔︎ Immer etwas Leckeres im Kühlschrank zum Naschen aufbewahren. Das können zum Beispiel Reste vom Vortag sein, wie unsere köstliche Ratatouille, welche kalt genau so gut schmeckt wie warm, besonders an heißen Sommertagen. Oftmals kommt es uns ja gar nicht so sehr darauf an, was wir naschen, sondern darauf, dass wir überhaupt etwas naschen können.

✔︎ Für den Jiep auf Süßes bieten sich Trockenfrüchte an – natürlich umgezuckert und ungeschwefelt. Die sind oft so süß, dass sie unseren Heißhunger auf Süßes sehr wirksam stillen können – und das vollkommen basisch. Besonders gut geeignet finde ich dazu getrocknete Datteln. Aber Achtung! Nicht übertreiben. Erstens haben Trockenfrüchte durchaus einige Kalorien und sind in dieser Hinsicht nicht mit frischem Obst vergleichbar. Zweitens können sie die Verdauung auf Trab bringen – was bei übermäßigen Verzehr aber auch schon mal buchstäblich nach hinten los gehen kann. Blähungen inklusive. Auch hier gilt also: Langsam anfangen und schauen, wieviel verträglich ist.

✔︎ Mandeln sind tolle Begleiter einer basenbetonten Ernährung. Im Ganzen sind sie ein nahrhafter, knackiger Snack für zwischendurch, gerieben oder gemahlen passen sie super zu Fruchtsalaten oder auch zu normalem Salat. Unter Fruchtsalat mische ich auch gerne Koskosraspeln. So verändert man Geschmack und Konsistenz und hat gleich etwas mehr Abwechslung. Ein Geheimtip: Apfelstückchen mit gehobelten Mandelblättchen und etwas Zimt vermischt. Das ist für mich kein billiger Ersatz für Schoko – ich liebe das! Auch wenn sich einige Enährungsexperten uneinig sind, ob Mandeln und Kokos nun basisch oder sauer wirken – beide werden wohl deutlich besser für einen Snack geeignet sein als ein zuckrige Süßwaren.

Dranbleiben lohnt sich – jedenfalls aus unserer Sicht. Und wenn man einmal etwas vertrauter ist mit den Regeln der basischen Ernährung, wird es immer leichter. Wer langsam umsteigt hat jedenfalls oft bessere Aussichten, durchzuhalten, als jemand, der von heute auf morgen alle bisherigen Ernährungsgewohnheiten über Bord schmeißt und freudlos auf einem Blatt Salat herum kaut.

 

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