Schokolade – knackige Versuchung

 In Basische Ernährung

Zwar sind sich die Experten nicht ganz einig, ob diese Form von Schokolade nun schon basisch wirkt oder noch ganz leicht sauer – aber man könnte sie wohl als eine Art Grenzgänger bezeichnen. Das liegt am Kakao, der soll nämlich – in seiner reinen Form – tatsächlich basenbildend sein. Je mehr Kakao in der Schokolade enthalten ist, umso besser. Und auf welche Schokolade trifft das besonders zu? Genau, auf Bitterschokolade.

Es geht eigentlich um das reine Pulver aus gemahlenen Kakaobohnen.

!Je höher also der Kakaoanteil in einer Schokolade, um so besser! Logisch, denn je mehr Kakao in einer 100g Tafel steckt, desto weniger Zucker oder andere Zutaten passen noch rein. Mindestens 60% Kakaoanteil sollten es laut Empfehlungen schon sein.
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Schokolade neu entdecken dank erholter Geschmacksknospen

Ich habe mich mittlerweile bis zu 80% Kakaoanteil vorgewagt und bin tatsächlich auf den Geschmack gekommen. Früher habe ich nur Milchschokolade gegessen und um Bitterschokolade einen riesigen Bogen gemacht, aber mittlerweile mag ich sie gerne. Das ist einer der Vorteile, wenn man sich basenbetont ernährt – die Geschmacksknospen erholen sich nach dem jahrelangen Overkill an Aromastoffen und nehmen Geschmack wieder deutlich nuancierter war. Finde ich persönlich jedenfalls.

Schokolade schmeckt fruchtig? Ja, tatsächlich…

Diese neu empfundene Palette an Aromen hat bei mir dazu geführt, dass ich einige früher heiß geliebte Lebensmittel und Getränke heute überhaupt nicht mehr mag.
Ich habe mich scheinbar von ihrem Geschmack entwöhnt und schmecke auf einmal nur noch „Künstlichkeit“, wenn ich sie probiere. Auf der anderen Seite schmecke ich die feinen Nuancen natürlicher Lebensmittel deutlich intensiver.

Bitterschokolade soll fruchtig sein? Konnte ich früher nie nachvollziehen. Sie war mir nicht süß genug, einfach nur bitter. Heute schmecke ich tatsächlich dramatische Unterschiede in der Fruchtigkeit. Ich finde das sehr spannend und bin immer auf der Suche nach neuen Schokoerlebnissen!
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Bitterschokolade, die beliebteste Medizin der Welt?

Sie schmeckt nicht nur, sie hat auch ordentlich Power unter der Haube – beziehungsweise gesunde Nährstoffe im Gepäck.
!Kakao enthält eine ganze Menge Magnesium und Kalium, welches basenbildende Mineralstoffe sind, zusätzlich sind auch einige B-Vitamine enthalten. Außerdem hat man herausgefunden, dass Bitterschokolade sogenannte Flavonole beinhaltet. Diese sollen gut für die Blutgefäße sein und den Blutdruck leicht senken können. Allerdings stehen bisher wohl noch wirklich aussagekräftige Ergebnisse für die positiven Wirkungen der Bitterschokolade auf das Herz-Kreislauf-System aus.

Deshalb ist es leider auch keine Lösung, einfach mal eben so eine Tafel Bitterschokolade zu essen, um den Blutdruck zu senken. Diese Ausrede kann man also getrost vergessen. Dazu gibt es deutlich bessere Lösungen und zu viel Fett, Zucker und Kalorien wären das sowieso. Auch für die Mineralstoff- und Vitamin-Versorgung sollte man lieber zu Obst und Gemüse greifen. Medizin ist Schokolade also leider nicht.

Kleiner Flirt für zwischendurch

Als kleine Sünde kann man sich ein Stückchen Bitterschokolade also auch im Rahmen einer basischen Ernährung durchaus einmal gönnen.
Meist ist die Lust auf Naschen dann auch gestillt – jedenfalls hatte ich bei Bitterschokolade noch nie den Drang, gleich die halbe Tafel zu futtern.

Ich persönlich achte darauf, dass außer reinem Kakao wirklich nur wenige andere Zutaten enthalten sind, weil ich – wenn ich schon zu schon verarbeiteten Lebensmitteln greife – möglichst pure Leckereien bevorzuge. Da gibt es durchaus Unterschiede. Manche Arten sind zum Beispiel mit Milchzucker oder Butterreinfett, andere kommen offenbar ohne aus. Und geschmacklich gibt es wie gesagt ohnehin große Unterschiede – aber darüber lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

 

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